Wie sich Gaming-Technologie verbessert hat

Die Gaming-Welt verändert sich in flottem Tempo. Möglich macht es die ständig fortschreitende Technologie. Wo in den 70er und 80er Jahren simple Spiele wie Pong und Donkey Kong Superhits wurden und Joysticks die ausgefeiltesten Controller waren, werden heute immer mehr Games über Bewegungssensoren oder mit Hilfe von Stimmbefehlen gesteuert.

Gelegentlich treffen diese Welten aufeinander, wie 2017 in einem von Google und Netflix gemeinsam entwickelten interaktiven Begleitspiel zur Kultserie „Stranger Things“, die ihrerseits eine Hommage an die 80er Jahre ist. Das im Hawkins AV Club in der fiktiven Schule der jungen Hauptdarsteller angesiedelte Spiel wurde ausschließlich über Sprachbefehle gesteuert.

Statt Retroeffekt erinnern andere Neuerungen stark an Science-Fiction-Filme, wie zum Beispiel Jacken, die die Steuerung von Mobiltelefonen per Berührung der Ärmel erlauben. Die Playliste starten und stoppen, sich mit einem der Tausenden als App zur Verfügung stehenden Games amüsieren – der Anfang dazu ist längst gemacht.

Sich komplett in einer anderen Welt verlieren ist ebenfalls für viele Spieler Alltag, seit Virtuelle Realität im Jahr 2012 mit dem ersten, durch einen Kickstar finanzierten Oculus-Rift-Headset nach Jahrzehnten voller Experimente den Durchbruch geschafft hat. Oculus Rift, die 2014 von Facebook aufgekauft wurden, HTC Vive und die Sony PlayStation VR bieten die am weitesten ausgereifte Technik an. Das sowie sinkende Preise machen den Herstellern Hoffnung auf eine goldene Zukunft. Bis Ende dieses Jahres wird die Zahl der VR-Nutzer weltweit optimistisch auf rund 171 Millionen Menschen geschätzt. Bis Ende 2020 sollen es gar eine Milliarde sein.

Die Headsets erlauben das Simulieren von räumlichem Sehen, also 3D. Die zwei Linsen und zwei Bildschirme in der VR-Brille zeigen die Bilder für jedes Auge leicht versetzt, und das Gehirn verschmilzt die Bilder, so wie es in der Wirklichkeit auch passieren würde. Allerdings ist die Auflösungsrate mit ausschlaggebend, um die Illusion zu komplettieren. Gesteuert werden die Bilder über Kopfbewegungen, so dass der Nutzer sich in seiner virtuellen Welt ganz normal umgucken kann.

Eine andere Technologie, die immer häufiger zum Einsatz kommt, ist Augmented Reality (auf Deutsch: erweiterte Realität). Dabei tritt der Nutzer zwar nicht aus seiner eigenen Welt heraus, aber die dargestellte Realität wird ergänzt. Der erste große Erfolg war das Handy-Spiel Pokémon Go, bei dem die Gamer sich in freier Wildbahn auf die Suche nach Pokémons machen mussten, die sie mit Hilfe ihres Smartphones lokalisieren konnten.

Auch im Spitzenfußball kommt AR inzwischen zum Einsatz. Beim Videobeweis können die Videoassistenten die Abseitslinien eingeblendet sehen, und auch bei der Übertragung im Fernsehen können sie gezeigt werden und so auch bei den Fans für mehr Klarheit schaffen.

Bei so viel Innovation ist inzwischen auch ein Markt für Nostalgie entstanden. Sony bringt deswegen eine PlayStation Classic auf den Markt, die optisch der ersten Spielekonsole entspricht und mit 20 der Originalspiele geladen ist. Doch auch die neue PlayStation-Generation ist längst geplant. Die Gaming-Zukunft bleibt spannend.