Strato DSL Vorzeitige Kündigung – schlechte Erfahrungen überall

Mir platz der Kragen mit dieser Firma. Schlechter Support, keine Vertragstreue, lange Schaltzeiten und unfreundliche Mitarbeiter – und Kündigung? Bloß nicht!

Historik – Vorsichtig Kunde

1. Anschluss November 2006

In meiner alten Wohnung bin ich Ende 2006 von Tiscali zu Strato gewechselt.

Damit fing das Leid an. Tiscali verhielt sich damals korrekt.

Danach sollte Strato geschaltet werden. Wegen einer Störung im Verteiler synchronisierte das Modem nicht korrekt.

Unzählige Telefonate mit der Hotline „Haben Sie ihren PC neugestartet?“ / „Liegt es am Modem?“ / „Können Sie das Modem resetten?“… Irgendwann hatte ich 3 DSL Modems / Router bei mir stehen..

Ich glaube, damals hatte ich fast 20€ nur an Hotline gebühren.

Die Leitung wurde zum Modem durchgemessen – scheinbar alles ok.

Es dauerte sagenhafte 8 Wochen (!!!!!!!!!!!!!!) bis ein T-Com Techniker die Leitung dann vor Ort prüfte. Unglaublich. Damals wurde ich in dieser Zeit noch arbeitslos. Ihr könnt euch vorstellen, wie unangenehm Jobsuche mit einem 56K Modem ist.

Der Techniker-Einsatz dauerte 5 Minuten! Ein defekter Port – eine Umschaltung. Dann lief es

Grauenhafter Support. Wirklich! Das kann nicht sein. Mehrmals eskaliert. Damals war ich es schon wirklich leid! Wenn mal ne Woche es dauert bis einer vor Ort kommt – klar.. aber nicht 8 Wochen!

2. Anschluss – Umzug in neuen Wohnort – May 2007

Beruflich gezwungen bin ich an einen neuen Wohnort gezogen, bundesland-übergreifend.

Am aktuellen Wohnort gab es keinen Telefonanschluss. Dazu sind dann 59,95€ für einen T-Com Neuanschluss hinzugekommen. Für den „Umzug“ des DSL-Ports sind damals 29,95€ fällig geworden.

Das ärgert mich im nachhinein sehr. Doch – es bestand ja ein 2 Jahres-Vertrag, den ich in der alten Wohnung abgeschlossen hatte. Also war ich gezwungen bei Strato zu bleiben.

Wohl merken: Wäre ich irgendwie von Strato weggekommen, hätte ich das ganze DSL Zeugs für 0 Euro von der Konkurrenz bekommen. Aber Vertrag ist Vertrag und Sonderkündigung gab es damals nicht.

2.1. DSL erst 6 Wochen nach dem Schalttermin Juni 2007

Und, wie war es anders zu erwarten? Ich hatte einen recht zeitnahen Schalttermin für DSL zum Zeitpunkt des Einzuges in die Wohnung.

Aus was-weiß-ich-für-Gründen konnte DSL erst nach 6 Wochen geschaltet werden. Angeblich wäre „nichts verfügbar“ – wohl aber die Nachbarschaft lustigerweise mit einem halben Dutzend WLANs am funken!

Also, so harrte ich zum 2. mal innerhalb eines Jahres für mehrere Wochen mit meinem 56K Modem aus. Zum Glück war ich diesmal nicht arbeitslos und zur Jobsuche auf den DSL Port angewiesen. Dennoch verpulverte ich für ein paar wenige Stunden online-sein mit dem 56K Modem soviel pro Monat an Verbindungsgebühren, wie eine normale DSL Flatrate kostet. Wohl gemerkt macht Surfen mit dem analogen keinen Spaß.

Irgendwann lief dann alles und für das kommende Jahr war dann erst mal Ruhe.

3. Umzug in neue Wohnung – Kündigung wegen Arcor am neuen Ort – Juli 2008

Die alte Wohnung wurde mir zu klein. Ich zog eine Stadt weiter. Auf Strato hatte ich natürlich kein Bock mehr und war froh, Arcor übernehmen zu können.

Die Restlaufzeit bei Strato (ca. 4 Monaten), so dachte ich mir, sitze ich einfach ab. Und damit war gut.

Also Kündigte ich Strato fristgerecht, nach meiner Annahme, gegen Ende des Jahres.

Denn: 1. Mal Strato war Ende 2006, 24 Monate Vertragslaufzeit, würde ja theoretisch Ende 2008 auslaufen..

4. Verschwiegenes automatisches Verlängern von 2 Jahren

Doch dem ist natürlich nicht so gewesen!

Denn, so beachte: Bei einem Umzug in einen anderen Ortsnetzbereich verlängert sich der DSL Vertrag automatisch wieder um 24 Monate.

Meine Verägerung tat ich der Hotline kund. Diese tat das ganze ab mit einem „Das haben Sie ja auch unterschrieben“.

Mit Sicherheit nicht! Ich habe einen Umzug in Auftrag gegeben und keine Vertragsverlängerung von 24 Monaten. Und in den AGBs und „Kleingedruckten“ stand da 100% nichts drin. Sonst hätte ich sowas nie unterschrieben.

Schön, oder? Blöder Kunde. Mal eben so 24 Monate noch zusätzlich drauf drücken – stillschweigend, ohne Information!

Das würde bedeuten, Mitte 2009 würde der Vertrag auslafen. Also 13 Monate für einen ungenutzten DSL Port in einer alten Wohnung bezahlen??

5. Vorzeitige Kündigung

Wie komm ich aus diesem Geflecht raus? Vorzeitige Kündigung. Ein Hotline-Mitarbeiter erzählte, für eine vorzeitige Kündigung wären folgende Kriterien notwendig:

  • Meldebescheinigung
  • Umzug in anderen Ortsnetzbereich
  • Oder kein DSL möglich (evtl. durch Konkurrenz schon belegt oder nicht verfügbar)

Ich packte alles in einen Schreiben und ab das Fax.

6. Fax nicht eingegangen

Nach 5 Tagen rief ich nochmal an, wie der Bearbeitungsstand wäre. Das Fax wäre nicht eingegangen. Häh? Per Email bekam ich doch eine Eingangsbestätigung und es wäre nicht auffindbar?

7. 29,95€ Kostenübernahme bei vorzeitiger Kündigung „oder holen Sie sich halt einen Anwalt“

Die überaus unfreundliche Dame an der Hotline meinte dann lapidar: Ich müsste eine Kostenübernahme unterschreiben – 29,95€ würde es kosten, vorzeitig den Vertrag zu beenden.

Auf meine freundliche Frage „ist sowas überhaut rechtens?“ meinte Sie „Dann holen Sie sich halt einen Anwalt“.

8. Advocard lässt grüßen

So, und mir Platz auch so langsam den Kragen. Muss ich erst mit meine Advocard zücken? Verbraucherschutz einschalten? C’t den Artikel mailen?

Auch wenn die anderen DSL Anbieter nicht wirklich besser sind, ich Strato nicht empfehlenswert.

  • Verträge werden stillschweigend verlängert.
  • Als Kunde wird man nicht aufgeklärt.
  • Ominöse Kündigungsgebühren werden gefordert.
  • Kündigungen werden „verschlampt“.

Scheinbar ist man ohne Anwalt bei Strato aufgeschmissen!

Links

  • Vorzeitige Kündigung des Telefon- oder Internetvertrags ( http://www.teltarif.de/arch/2008/kw15/s29564.html?page=2 )

Vorteil in diesem Fall wäre dann, dass man auch auf andere Produkte des Anbieters umsteigen kann, die man eventuell lieber haben möchte. In den meisten Fällen sollte im Rahmen eines Umzugs ein Tarifwechsel beim gleichen Anbieter kein Problem sein. Wenn der Anbieter darauf besteht, einen unvorteilhaften Vertrag zu den alten Konditionen, aber mit neuer Vertragslaufzeit fortzusetzen, könnte eine Beratung bei der Verbraucherzentrale hilfreich sein, weil man in diesem Fall einseitig benachteiligt wird und das nicht akzeptieren sollte.

  • Nie wieder Strato (http://www.fester.de/nostrato.htm)

Unverschämt

Hätte ich damals gewusst, dass stillschweigend um 2 Jahre verlängert wird, hätte ich damals schon alles in die Wege geleitet, aus dieses Gefüge zu beenden.

9. Zum zweiten Mail die gleiche Kündigung

Die Kündigung wurde nochmal per Fax geschickt. Auch hier bekam ich eine Eingangsbestätigung per Email.

Nach Anruf bei der Hotline wurde mir mitgeteilt, dass die Auf die Kostenübernahme warten. Den Kunden zu informieren fällt auch nicht ein, oder?