Intel Pentium 4 530J 3GHz Sockel-775 boxed

Intel Pentium 4 530J 3GHz Sockel-775 boxed

Datum  08. Feb. 2005

Seiten 6

Wörter 2000

Topp und Flop
System
Kaufdatum
Preis
Kaufgrund
Einsatz
Weitere Kandidaten
Verfügbarkeit
Ausstattung
Highlights
Sockel 775
Einbau
Das J im Namen
Kühler und Lüfter
Energieverbrauch
Nachteile und Probleme
Handbuch
Verpackung
Übertakten
Benches
Empfehlung

Topp und Flop
+guter Kühler und Lüfter
+rechnet extrem schnell
+Preis ist völlig ok
-.
-.
-.

System

Als allgemeine Einführung zu meinem System möchte ich euch eine Auflistung der wichtigsten Komponenten geben:

#CPU# Intel Pentium 4 530J 3GHz Sockel-775 boxed, 200MHz FSB, 1024kB Cache (Prescott)
#VGA# MSI NX6600GT-TD128E, GeForce 6600 GT, 128MB GDDR3, DVI, TV-out, PCIe (MS-8983-010)
#BOARD# ASUS P5GD1, i915P (dual PC3200 DDR) i915P/iCH6R • USB 2.0/Gb LAN/SATA RAID
#RAM# 2x Corsair DIMM ValueSelect 512MB PC3200 DDR CL2.5-3-3-8-1T (PC400) (VS512MB400)
#PSU# Enermax EG365AX-VE mit FMA/FCA/PFC
#HDD1# Samsung SP1203N 120 GB 2MB Cache 7200 U
#HDD2# Hitachi 180GXP 120 GB 8 MB Cache 7200 U
#DVDRW-BURNER# NEC ND-2500A 8x DVD+/-R, FW 1.09
#CDRW-BURNER2# TRAXDATA 161040 16xR,10xRW,40xRead
#CASE# CHIEFTECH CS-601 – white

Wie man sieht, hab ich bei der Auswahl den Schwerpunkt auf Qualität und Leistung gesetzt.

Kaufdatum

Bestellt wurde der Prozessor, zusammen mit anderen Komponenten am 27.01. Zum ersten mal in den Händen hielt ich den Prozessor am 02.02.2005.

Preis

Der Kaufpreis lag bei 167 Euro. Schwankte jedoch je nach Tag und Woche  und Verkäufer zwischen 160 und 170 Euro.
Regional war der damals nur für ca 200 Euro zu bekommen. Das war mir eindeutig zuviel, weswegen ich Online bestellte, in dem Zug aber auch andere Hardware.

Kaufgrund

Altes System? Zu langsam. Die Hauptkomponenten, wie Grafikkarte, Mainboard, CPU und Ram waren bei dem alten PC ca. 20 Monate. Das ist natürlich für einen Office und Internet Computer wirklich kein Alter.
Da ich jedoch mit dem PC sehr viel Computer spiele, sind 2 Jahre alte Hardware schon wirklich das Letzte, was man einem zumuten sollte.

Dies schlug sich dann in ruckenden Bildern, schlechter Performance und deutlichen Abstrichen bei der Spielgrafik nieder.
Es nervte – wirklich.

Nun, den PC hatte ich nicht von Heute auf Morgen zusammengestellt. Ich hatte mich Wochen und Monate intensiv mit der aktuellen Hardware beschäftigt. Hab Preise und Verfügbarkeit studiert und mir die besten Produkte zum besten Preis herausgesucht.
Ich stehe halt nicht auf Katze im Sack und Aldi / Mediamarkt Computer, bei denen man nur weiß, was die Werbung einem sagt, aber nicht weiß, was innen drin steckt.

Für mich ist es auch Spaß meinen PC selbst zu bauen, zu installieren und zu optimieren.

Einsatz

Der Einsatz ist für mich in meinem privaten PC.

Mein Hauptzweck für diesen PC besteht aus zwei Dingen:
Einmal hab ich einen Leistungsbedarf, den auch ein Pentium  mit 500 Mhz abdecken könnte: Emails lesen, im Internet surfen, etwas Office.

Auf der anderen Seite sind es gerade die Grafik- und  rechenintensiven Computerspiele, die das Letzte der Hardware abverlangen.

Weitere Kandidaten

Es gab weitere Kandidaten, in der Tat. Auf der Intel Seite stand folgend:

Celeron 3,06.
Diese CPU ist zwar günstig zu haben und im Vergleich mit dem Prescott 3 Ghz auch günstiger beim Preis-Leistungsverhältnis. Aber auch ca 20% langsamer als ein Prescott. Das ist natürlich schon so ein Abstand wie 3 Ghz zu 3,8 Ghz Pentium 4 – gewaltig. Das wollte ich nicht. Ich wollte bezahlbare Leistung.
Für den Preis sind die Celeron natürlich super, haben aber viele Funktionen eins Prescott nicht: 256 KB statt 1 MB Cache, keine 800 Mhz FSB, kein HT, usw..

Intel Pentium 3,2 Ghz.
Diese CPU kostete zum Kaufzeitpunkt gerade mal 35 Euro mehr. Ein Freund riet mir davon ab. Er fand es ziemlich übertrieben,  25% mehr für die CPU, bei weniger als 10% mehr Takt und weniger als 5% mehr Leistung zu bezahlen. Das sah ich natürlich ein.

Intel Pentium 3,4 Ghz.
War mir mit ca 250 Euro deutlich zu teuer.

AMD Athlon 64 bit 3000+.
Ich hatte auch ein Athlon 64 bit System in der Planung von Hardware und CPU gehabt.
Mit dem 64 bit wäre ich aber gerade mal bei der CPU 20 Euro günstiger gewesen.
Bei Mainboard staunte ich, dass es nicht billiger in der gleichen Ausstattung war, als die Intel-Konkurrenz.
Das war es mir nicht wert, mich mit AMD abzugeben. Wenn ich mir schon einen Intel aussuche, der schon immer etwas teurer als AMD war, mach ich mir nicht Gedanken, 20 Euro mit AMD sparen zu wollen.

Verfügbarkeit

Den 530 J bekommt man wie seinen Vorgänger den 530 in sehr vielen Shops zu einem guten Preis.

Ausstattung

Etwas technisches: 3 Ghz CPU Takt, 800 Mhz Frontsidebus, 1 MB Cache, NX Bit, Enhanced halt state.
Boxed – also Verkauf inklusive Kühler und Lüfter.

Highlights

Echte 3 Ghz.
Mit dem alten System hatte ich einen XP2400. Man musste also erst jedem mal erklären, wie schnell der PC ungefähr ist und was das XP bedeutet.. Zudem war der Athlon XP damals, wie auch heute, für mich eine Low Budget CPU. Besonders in den letzten Wochen, wo die CPU im alten PC war, bevor sie ausgetauscht wurde, nervte mich die schlechte Leistung.

Hyper Threading(HT):
Das beutet, das man mehrere Anwendungen parallel laufen kann und sich die CPU besser drum kümmert.

Sehr eindrucksvoll merkt man HT, wenn man mehrere Anwendungen laufen lässt, die etwas berechnen. Oder wenn man gleichzeitig viele Anwendungen startet.

Enhanced Halt State:
Die CPU verbraucht weniger Strom, wenn sie nicht ausgelastet ist und bleibt dazu kühler.

Thermal Monitoring:
Der Lüfter auf dem Kühler wird durch die Temperatur der CPU eingestellt. So ist gewährleistet, dass die CPU nie zu heiß wird. Bei Last aber gekühlt wird und bei wenig Betrieb regelt der Lüfter sich automatisch runter.

Dies sollte man mal in Aktion gehört haben. Sehr eindrucksvoll. Man kennt ja das übliche Notebookgeräusch: CPU ist heiß, Lüfter dreht voll hoch, und schlagartig wieder runter.

Bei Thermal Monitoring passiert das nicht. Die CPU kann den Lüfter genau nach Bedarf drehen lassen.

Klasse Kühler und Lüfter. Dazu gleich mehr.

NX bit: Spezielle Viren können das System zum Absturz bringen. Diese Funktion verhindert, dass diese Viren die Kontrolle über den Computer bekommen. Es funktioniert erst mit Windows XP SP 2.

Sockel 775

Man muss bei dieser CPU bedenken, dass sie in einer ganz neuen Bauweise gebaut wurde. Es gibt auf dieser CPU keine Füße mehr, oder Pins, wie sie genannt wurden. Stattdessen befinden sich auf der Unterseite nur noch Lötstellen.

Dies hat den Vorteil der besseren Signalübertragung, gegenüber den Pins.
Ich finde, wenn es wirklich gut ist,  wird Intel das noch lange fortführen. Wenn es nicht gut ist, wird es so verschwinden, wie damals die Slot CPUs.

Für mich hatten der neue Sockel sogar praktische Vorteile: Mir war die CPU vor Spannung aus der Hand gefallen. Zum Glück hatte sie keine Beinchen, die man verbiegen konnte 🙂

Die Pins sitzen jetzt im Sockel für die CPU selbst drin und sind federnd gelagert.

775 steht für die Anzahl der Kontakte auf der CPU.

Einbau

Der Einbau war  wirklich sehr einfach.

1. Schutzklappe vom Sockel entfernen
2. Sockel öffnen
3. CPU einlegen. Man kann sie nicht falsch rum reinsetzen
4. Klappe schließen und Hebel umlegen
5. Etwas Wärmeleitpaste
6. Kühler aufsetzen und fest drücken

Mir hatte es sehr viel Spaß gemacht. Beim Anpressen des Kühlers biegt sich das Mainboard etwas durch. Da solltet ihr euch aber keine Gedanken machen. Ich hab in etlichen defekten Mainboards schon Bruchtests durchgeführt und man glaubt nicht, wie stabil die Dinger sein können, wenn man sie für die Mülltonne klein bekommen will.

Ihr kennt sicher noch aus alten Vor-Pentium4 und Slot CPU Zeiten die Kühlerprobleme: Mal war der Kühler zu breit und passte nicht. Dann kam man nicht an die Halterung des Kühlers dran, rutschte vielleicht ab mit dem Schraubendreher und zerstörte vielleicht sein Mainboard.. Alles von Gestern.

Das J im Namen.

Beim Kauf solltet ihr auf das J im Namen achten. Das steht auch auf der Verpackung drauf.
Im Vergleich zur Version ohne J habt ihr folgende Vorteile, die ich unter Highlights beschrieben hab:

Enhanced Halt State, Thermal Monitoring, NX bit, geringerer Strombedarf.

Kühler und Lüfter

Eins der Hauptargumente der AMD Fraktion gegen Intel war der hohe Stromverbrauch und die lauten Lüfter. Nun, auf Seite von Intel stehend: Hoher Stromverbrauch haben auch AMDs High-End CPUs bei Vollast. Und der Lüfter?

Ich war wirklich überrascht, positiv überrascht! Der Kühler ist ein riesiger Klotz mit Kupfer-Kern. Die Kupferplatte ist spiegelnd poliert. Die Lüfterfinnen sind radial angeordnet, so dass die Luft vom Lüfter auch umliegende Bauteile auf dem Mainboard kühlt.
Der Kühler ist hervorragend verarbeitet.
Die 4 Pins, die man an den Seiten zur Befestigung runterdrückt, bringen das Geschoß sicher zum halten.

Der Lüfter selbst ist regelbar. Bei wenig Last dreht er bei ca. 2000 Umdrehungen brummelnd vor sich hin. Wirklich nicht störend.
Unter Volllast steigt die Umdrehungszahl auf ca 2300 Umdrehungen. Erst, wenn man ein schlecht belüftetes Gehäuse hat oder wirklich viele Stunden lang den Rechner auf Volllast laufen lässt, dreht der Lüfter auf ca 3000 Umdrehungen und ist dann deutlich hörbar.

Beim Surfen, oder normalen Office Betrieb ist das wirklich erträglich.

Ich find es klasse. Besonders, dass die CPU den Lüfter von selbst regelt.
Und sie regelt nicht in Stufen, die fest definiert sind, sondern in ganz kleinen Schritten, soweit, dass die CPU nie zu heiß wird.

Energieverbrauch

Die Unterschiede zu meinem alten System bestehen aus folgenden Dingen:

FX5700 gegen jetzt 6600GT
Altes KT400 Board gegen jetzt PCIe Mainboard
AMD XP2400 gegen jetzt 3 Ghz
1 x 512 MB Ram gegen jetzt 2 x 512 MB Ram

Der PC brauch unter wenig Last gerade mal 15 Watt mehr als der alte PC.. Das ist nun wirklich eine klasse Sache und entkräftet natürlich völlig, dass Intels CPU so extrem viel Strom brauchen.

Alter PC benötigte ca 120 Watt unter Weniglast, der neue PC ca 135 Watt.
Unter lasst macht man besser die Augen zu.. Da verbrauchten beide System zwischen 200 – 250 Watt. Gemessen mit Verbrauchsmesser.

Nachteile und Probleme

Ich bin zufrieden mit der CPU. Sie hat Funktionen, die einem von Nutzen sind, im Gegensatz zu 64 bit bei AMD.
Die Rechenleistung ist brachial. HT fühlt man in Aktion.
Probleme hab ich keine.

Handbuch

Auch hier wieder klasse: Intel legt eine mehrseitige, mehrsprachige Installationsanleitung für die CPU und Kühler dabei.

Verpackung

Ein Lob geht auch hier an Intel. Meine letzte CPU, den XP 2400 bekam ich in einer Plastikhalterung mit Antistatikfolie verpackt. Das war die CPU.

Bei Intel bekommt man in der Boxed Version eine super CPU, wuchtigen Kühler, intelligenten Lüfter, gute Installationsanleitung. Ja, sogar ein Aufkleber fürs Gehäuse war dabei! (War jetzt als Spaß gemeint)
Die Verpackung strotzt auch vor Hologrammen und Echtheitssiegeln.

Auch wenn die Verpackung gar nichts über die Leistung auszusagen hat, hat man aber dennoch das Gefühl, keine billige CPU zu bekommen und fühlt sich als Kunden ernst genommen.

Übertakten

Ja, bis an die Grenze. Ich bin aktuell bei 3500 Mhz angelangt. Und hab dann aus Sicherheit aufgehört. Die CPU ist eine Rakete. Ja, 500 Mhz höher als der normale Takt. Und alles super Stabil!

Benches

Ich hab mit dieser CPU dieser CPU diverse Testreihen durchgeführt.
Die Ergebnisse sind aber nur für mich interessant gewesen.
Selbst wenn ich sie hier abdrucken würde, spiegelt sie nur einen Momentanaufnahme meines Systems wieder.

Ganz interessant ist aber die übertaktete CPU von 3500 Mhz. Sie reiht sich tadellos zwischen 3,4 und 3,6 Ghz CPU ein! Wenn man bedenkt, dass ich zwischen 80 und 150 Euro dadurch gespart hab..

Empfehlung

Klare Empfehlung!
Die CPU ist genial. Wenn ihr Leistung wollt und zu Intel steht, holt euch diese CPU.
Der Stromverbrauch ist nicht deutlich höher. Die Ausstattung der CPU und das Kühlmaterial sind sehr gut. Der Lüfter ist gut und der Preis ist völlig OK.

Ich bin sehr zufrieden damit.