Dummheit der Unterhaltungsindustrie – P2P-Fernsehen scheitert vor dem Bundesgerichtshof

Wann verstehen es die alten Chefs in ihren großen Einzel-Büros mit Ledersesseln und Chef-Sekretärin endlich, was die User wirklich wollen?

Was macht das Gesetz

Der Münchener Pay-TV-Sender Premiere hat sich endgültig juristisch gegen den Peer-To-Peer-Fernsehdienst „Cybersky TV“ (alias „CyberskyTiVi“) durchgesetzt. In einer jetzt bekannt gewordenen Entscheidung vom 15. Januar wies der Bundesgerichtshof die Revision von Cybersky-TV-Macher Guido Ciburski gegen das Urteil des OLG Hamburg als Berufungsgericht zurück (Aktenzeichen I ZR 57/07).

heise online – 20.01.09 – P2P-Fernsehen scheitert vor dem Bundesgerichtshof.

Und was zeigt die Geschichte

Fassen wir doch einfach mal zusammen..

MP3-Player

Wir hatten MP3-Format. Dann kamen MP3-Player und mit den ersten MP3-Player kamen darauf die dicken Plattenbosse mit überzogenen Gerichtsverfahren, um HARDWARE zu verbieten! Man begreife dies..

Heute kann man sich ein leben ohne digitaler Musik nicht mehr vorstlellen. Kompakt gespeichert auf handlichen, portablen Geräten. LACHHAFT! Der User siegte über die Industrie.

Napster und MP3

Es war anno-irgendwann, als findige Tüftler napster ins Leben brachten.

In Zeit von ISDN Flatrates und dem Aufkommen von schmalbrüstigen, ausfallunsicheren DSL-Leitungen war napster ein Highlight, um ILLEGAL Musik runterzuladen. (Ich lasse Emule und co mal aussen vor).

Klasse. Unterhaltungsindustrie verbot mit dicken Prozessen dieses Tool.

Jahre Später haben wir mit iTunes, Musicdownload und diversen anderen Seiten und Tools einen etablierten, weit verbreiteten Markt.

Wieso hat man also als dummes Unternehmen Jahre damit verschwendet, Prozesse zu kreieren, statt einen Umsatz zu erwirtschaften?

Der user siegte auch hier über die Industrie.

IP-TV – Youtube und co

Nun, der Wunsch der User änderte sich mit der verfügbaren Internet-Bandbreite. Filme online in hoher Qualität streamen, anno 2000 noch undenkbar, war jetzt möglich.

Auch hier gibt es diverse Dienste, die legal oder auch illegal versuchten, diesen Content anzubieten. Und auch hier – die Unterhaltungsindustrie versucht auch nun wieder kräftig mit allen Kanälen entgegenzusteuern.

Ich prognostiziere, dass in wenigen Jahren sich ein Markt erschaffen wird, in dem User einfach DAS sehen, was sie sehen wollen. Sei es Flatrates, Click2Pay oder auch Werbe-finanzierte-Medien.

Es ist alles im Kommen und auch hier:

Der User wird über die Industrie siegen.

P2P-TV als neues Übel

Es ist auch hier signifikant, wie stark die Medien versuchen, ihr jämmerliches Online-Angebot durch Prozesse und Klagen zu vertuschen.

Was lernen wir daraus? Die Konkurrenz, die es besser macht, wird den Markt übernehmen.

Schade – aber auch irgendwie grandios. Der Markt reguliert sich selbst doch. Aber auch Jämmerlich, welche Konzerne es nicht schaffen, diesen Markt zu erobern.

Der Fall Premiere ist nur ein Beispiel. Wie einfach und komfortabel P2P-TV funktionieren kann, zeigt Zattoo – dies ist z.B. auch von ARD und ZDF unterstützt.