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Wie interpretiere ich eine Firmenbeschreibung richtig?
In meinen jungen Jahren hab ich nun 5 Firmen gesehen. Auch privat beschäftige ich mich dank diverser Blogs intensiv mit arbeitspolitischen Themen.
Als ich diese Firmenbeschreibung einer bekannten Firmen las, dachte ich mir – ich übersetze das mal für euch.
Bedeutet das, ich habe keinen Chef? Bedeutet das, jeder sei gleichberechtigt? Nicht wirklich.. Flache Hierarchien bedeuten für mich persönlich, keine oder kaum Aufstiegsmöglichkeiten. Berufliches weiterkommen wird irgendwann an diesen Perspektiven scheitern.
Auch ist ein Chef WICHTIG! In meiner aktuellen Firma hat der Chef die Funktion eines Teamleiters und Coach und kümmert sich um das, worauf sich ein Chef konzentrieren soll: Seine Mitarbeiter.
Und das soll nun nicht existieren? Nein danke.
Kann ich mir nix drunter vorstellen. Echt nicht. Ich brauch keine Innovation um Spass am Job zu haben..
Ich hatte jetzt bei 2 Firmen Gleitzeit. Das ist das geilste, das wo gibt! Flexibel in einem bestimmten Rahmen anfangen (z.B. um 8 oder halb 9), einigermassen pünktlich aufhören. Und wenns man länger dauert, z.B. ne Stunde, auch kein Stress.
Stunden können bis zu einem Maß aufgebaut werden (z:B. nicht mehr als 20 h Plus), danach hat man Pech und muss abfeiern.
Jahresarbeitszeitkonto:
Bezugs- und Ausgleichszeitraums ist es sowohl für den Arbeitgeber als auch für den Arbeitnehmer möglich, das vertraglich vereinbarte Arbeitszeitvolumen mehr oder weniger flexibel auf der Zeitachse zu verteilen.
Im Endeffekt arbeitet ihr länger, habt selten Ausgleich und bekommt faktisch weniger Kohle “Wie, d willst heut schon um 6 heim, obwohl du grad um 8 Uhr gekommen bist?”.
Oder das andere Extrem … 10 h über mehrere Wochen pro Tag und dann fallt ihr irgendwann in ein Sommerloch.
Pah. Das ist der letzte Scheiss. Echt. Was bin ich über mein fixes Gehalt froh. Kein Arschlecken, kein schmieren, kein Chef-fürchten, keine wischi-waschi-Zielvorgaben mit subjektiven Bewertungskriterien. Nein danke!
Das ist ne AMI-Methode (USA). Ich hab noch selten gehört, dass die USA als Vorreiter von guten Arbeitsbedingungen gelten.. Deswegen. Nein danke.
Glaubt IRGENDEINE Firma wirklich, dass ich BESSER arbeite, wenn ich am Jahresende um meine Kohle zittern muss? Wirklich?? Dann seid ihr sehr arm dran.
Eine gewissen Flexiblum, 1-2% Bruttogehalt z:B. mag ok sein.. Aber dann sollten die Ziele messbar sein und sich an INDIVIDUALZIELEN orientieren. Und diese INDIVIDUALZIELE sind INDIVIDUALZIELE und werden nicht mit anderen Mitarbeitern oder Gruppen verglichen.
Beispiel?
x % Umsatz generieren. Prämie. Fertig. Hm! “Aber ich muss ja mit anderen Leuten ar beiten! Was wenn die schlecht sind” Tja. Und dann fängts an.
So long AMI-Methode. Bin ich zum Glück los.
Wisst ihr, was ich ECHT GEIL FINDE? Umsatzbeteiligung. Ich hatte das mal. Das war echt klasse. Transparent, flexibel. Gings der Firma gut, gabs PLUS, gings nicht, gabs nichts. Da wär jeder Mitarbeiter direkt und indirekt am Firmenerfolg beteiligt. Ohne Neid, ohne Stress, ohne Geschmiere und Gedrücke.
Wirklich? Oder ist das nur Marketing-Blabla.. Ich habs bei jeder Firma bis jetzt erlebt, dass man als Neuer erstmal zuhört und nicht alles mit “Machen wir es anders, woanders war es besser” versucht zu ändern.
Eine wirklich gute Firma hat es irgendwie aber nicht nötig, sich in dieser Form am markt zu proklamieren. Ich seh es sehr kritisch.
Wie wird in einer Bewerbung die Anrede und Anschreiben richtig formuliert?
Die Fett markierten Einträge solltet ihr überarbeiten. Dies ist eine Anleitung zum selbst formulieren. Ich werde euch keine fertig formulierten Vorlagen geben. Denkt bitte selbst, statt anderes einfach zu kopieren!
Sehr geehrter Herr/Frau Name Ansprechpartner,
(was macht die Firma? was bietet sie an, warum will ich dahin? – kurzer Satz.)
(welche besonderen Kenntnisse die man hat? Was gefällt einem an der Stelle und warum will man den Job?)
(Was habe ich demletzt gemacht? 3 Sätze..)
(Was für eine Ausbildung oder Abschlüsse habe ich?)
(Welche Fachkenntnisse besitze ich, die für diese Stelle notwendig sind?)
(Bin ich zur Zeit arbeitslos oder im Job?)
(Ab wann Verfügbar?) (Was möchte ich verdienen?)(Bin ich bereit umzuziehen?).
Über die Möglichkeit, mich vor Ort persönlich vorzustellen, werde ich mich sehr
freuen.
Mit freundlichen Grüßen
(Name und Unterschrift)
Gute Bewerbungsmappen für Bewerbungen erstellen?
Gleich zuerst: Ich werde hier nicht meine Unterlagen posten. Die Qualität meiner Unterlagen spiegelte sich in der Menge der Vorstellungsgespräche wieder.
Ich werde euch aber hier einige Tipps geben, die ihr beherzigen könnten.
Und ich vertrete die Auffassung, dass man Leuten zeigen soll, wie man angelt (Hilfe zur Selbsthilfe), statt ihnen die Fische auf den Tisch zu legen.
Auf jeder Seite, wie auch auf dem Deckblatt gibt es eine Kopfzeile, in der meine Kontaktdaten stehen.
Das Deckblatt enthält das Foto. Ich mag es nicht auf dem Lebenslauf.
Es enthält Ein Verweis auf Anhänge, Name des Arbeitgebers und Beruf, auf den ich mich Bewerbe.
Optisch etwas aufwerten. Gut strukturiet, aber eher schlicht. Bei einer Schriftart bleiben, schwarz-weiß, keine Farbe. Neutraler Stil.
Wurde hier schon beschrieben. Denkt daran, es zu unterschreiben.
Sauber eingescannt, chronologisch. Das Grundschulzeugnis interessiert keinen mehr.
Einfügen, aber nicht soviele und die wichtigsten.
Manche Firmen wollten noch ein Abi-Zeugniss von vor 5 Jahren..
Gute Links zur Arbeitsplatzsuche Bewerbung und Stellensuche
Seit ihr auf Jobsuche: die bekannteren Seiten solltet ihr etwa alle 3 Tage absuchen. Die etwas kleineren Seiten 1x pro Woche. Ich hab die Erfahrung gemacht, dass es nichts bringt, wenn ihr jeden Tag nach Stellenanzeigen euch abhetzt.
Jeden Tag zu suchen verbraucht viel Energie und meistens ist kaum was an Ergebnissen drin, wenn man jeden Tag guckt. Gewöhnt euch eine Routine an. Bei mir war es immer Montags-morgens gewesen. Denn viele Seiten stellen ihre Stellenanzeigen am Wochenende neu ein. Gelegentlich bin ich dann noch Mitte der Woche am Suchen gewesen.
Das hatte den Vorteil, dass ich mehr Ergebnisse hatte und auch viel schneller abarbeiten konnte. Wäre ich jetzt jeden Tag am suchen, hätte ich fast jeden Tag Enttäuschungen erlebt, da wenig Ergebnisse zu finden waren.
Sortiert ist von Oben nach Unten: Oben die Seiten, die mehr Ergebnisse brachten, unten diese, die ich seltenst aufrufte, da sie wenig brachten.
Stellenanzeigen suchen, Bewerbung erstellen und das in der richtigen Reihenfolge!
Stellenanzeigen suchen, diese auf dem PC abspeichern. Am besten holt man sich einen kostenlosen PDF Drucker um die gefunden Seiten als PDF auszudrucken und zu speichern.
Sortiert habe ich die Stellen nach Kalenderwochen – Also 35KW – alle Anzeigen der 35 KW, 36KW… usw.
Word Dateien: Ein Anschreiben, welches ich für Emails verwenden habe. Die Bewerbungsunterlagen, zusammengefasst, als Word-Datei. Eine Word Datei für die Anfrage des Bearbeitungsstatus des Auswahlverfahrenes – sollte eine Reaktion länger als 3 Wochen dauern. Eine Danksagung, wenn ich einen Termin für eine Einladung bekommen habe und damit wurde auch der Termin bestätigt.
Eine XLS.Datei in deren die Serienbriefdaten waren.
Aus der gefundenen Stelle extrahiere ich die Informationen und stelle sie in die Serien-brief XLS.
Im Bewerbungs-Unterlagen-Doc wird nun aus der Verknüpfung mit der Serienbrief-XLS das fertige Dokument mit Anpassungen erstellt und als PDF ausgedruckt.
Diese PDF lege ich in einem Unterordner ab. Der Unterordner bekommt den Namen der Firma.
Ich öffne danach die Word Datei mit dem Email-Anschreiben. Diese ist auch auf die Serienbrief-Datenbank verknüpft. Aus diesem Wird eine Email erstellt mit dem PDF der Bewerbungsunterlagen.
Es hört sich aufwendiger an, als es ist. Wenn ihr viele Bewerbungen schreiben müsst (>5-10), lernt, wie man Serienbriefe in Word erstellt.
Ich habe das Anschreiben immer etwas abwechslungsreich erstellt und immer kurz Bezug auf die Firma genommene und was diese macht. So verhindert man den Anschein des massenhaften Serienbrief-erstellens!
Gewöhnt euch ein Workflow an. Wenn eure Unterlagen passen, müsst ihr nur anschliessend noch folgendes: Stellen suchen, rausfinden was die Firma macht. Zwei Sätze in der Bewerbung, warum ihr zu dieser Firma wollt verfassen. Danach könnt ihr in maximal 5 – 10 Minuten eine Bewerbung verfassen.
Mit Recherche über die Firma, aktualisieren der Datenbank, ändern des Anschreibens, aktualisieren der Datenbank, konnte ich zum Schluss innerhalb 15 Minuten eine Email-Bewerbung versenden, die dennoch den Eindruck machte, sauber und nicht nach Serienbrief auszusehen!
Wichtig: Viel Arbeit im Vorfeld in Unterlagen und Workflow stecken!
6 Nov 2008
Bei monster.de kann man sich als Privatperson kostenlos registrieren und seinen Lebenslauf hinterlegen.
Dies geht sehr schnell und ist sehr komfortabel.
Firmen müssen bei monster.de registriert sein und auch dafür bezahlen, wenn die Suchoption für neue Mitarbeiter ausgeführt wird.
Die Reaktion auf meinen Lebenslauf war sehr interessant.
Ich bekam für die kürze der Zeit sehr schnell und viele Anfragen aus dem Ausland – Schweiz, Frankfreich, Spanien.
Natürlich war das Ausland kein Ziel für mich und ich suchte nach einer Option, dies einzuschränken, dass man nur Deutschlandweit oder auch regional Jobs sucht. Monster.de bietet dies.
Die persönlichen Daten und Suchwünsche gibt man bei monster.de in übersichtlichen Feldern ein.
Zusätzlich kann man seinen Lebenslauf online als einzelnes Dokument hinterlegen (PDF/WORD) und ist damit etwas freier in der Form der Bewerbung und gestaltung.
Im Kopf des Lebenslaufs habe ich nochmals kurz erwähnt, was ich suche und wo ich suche.
Auch innerhalb Deutschland bekam ich einige Gespräche angeboten – regional wie überregional. Doch sagte ich manchmal ab, da sich der Einsatzort ausserhalb meines gewünschten Tagespendelbereiches befinden würde.
Anfragen von Firmen werden per Email anonym an einen gestellt – oder man kann seine Kontaktdaten auch veröffentlichen, sodass man von Firmen direkt kontaktiert werden kann. Macht es dem Anderen so einfach wie möglich euch zu kontaktieren. Immer an den Wettbewerbsvorteil denken!
Es kann sein, dass auch eure jetztige Firma bei monster.de gemeldet ist und euch suchen kann. Natürlich sehr unangenehm.
Möchtet ihr nicht den Namen der aktuellen Firma angeben, gebt nur eine grobe Bezeichnung der Firma an.
Ich kann es empfehlen. Wenn ihr europaweit sucht, könnt ich schnell und stressfrei gute Resultate erziehlen und die Zeit für euch arbeiten lassen, statt selbst aktiv Stellen zu suchen.
Möchtet ihr nur regional suchen, müsst ihr das gezielt angeben.
Zwar habe ich direkt keinen Job durch monster.de gefunden, sondern durch die klassische Methode, aber jedes Vorstellungsgespräch kann nur die Chance auf einen neuen Job erhöhen.
Manche Unternehmen antworten einem nach kurzer Zeit auf den Erhalt. Solltet ihr nach 2-4 Wochen keine Reaktion auf eure Zuschrift erhalten, fragt nach. Ich hab immer den Daumen drauf gehalten und nach 2 Wochen direkt nachgefragt. Im Zeitalter des notwendigen Spam-Filters kann auch dort mal eine Email hängen bleiben. Lieber 1x zu oft gefragt, auch wenn es die Personaler nerven sollte, dafür 1x eine eine Arbeitsstelle nicht übersehen!
Empfehlen kann ich auch bei Email-Bewerbungen eine automatische Lesebestätigung anzufordern. Nur habe ich auch da die Erfahrung gemacht, dass vielleicht 30% der Leute überhaupt sowas versenden… Deswegen schreibt bitte in eurem elektronischen Anschreiben direkt, dass ihr eine Bestätigung über den Empfang wünscht. Sicher ist sicher!
Nach nun einer gewissen Zeit solltet ihr entweder eine Absage bekommen, oder eine Einladung zum Gespräch.
Bei mir war es so, dass meistens im 1. Gespräch grobe Dinge abgefragt worden sind. Die Standard-Fragen… Wenn nun von der Firme Interesse bestand, wurde ich zum 2. Gespräch eingeladen. Meistens bestand da noch die Auswahl zwischen sehr wenigen Kandidaten und die Chance auf Einstellung war sehr hoch.
Bei manchen Firmen war auch mit einem Gespräch genug und in diesem wurden die weichen und harten Fakten abgeklärt. Verlasst euch aber nicht immer drauf. Meistens gibt es zwei Gespräche.
Ist alles erfolgreich gewesen, bekommt ihr euren Einstellungsvertrag!
6 Nov 2008
Es gibt diverse kostenlose und kostenpflichtige Stellensuchmöglichkeiten.
Selbst habe ich davon keinen Gebrauch gemacht, bis auf monster.de. Manche Zeitungen verlangen für Gesuche sehr viel Geld. Ich kann euch auch nicht sagen, wie eure Erfolgschancen sind. Meine Erfahrungen bei monster.de waren für die kürze der Zeit meiner geschalteten Anzeige sehr interessant. Empfehlenswert!
Bei der AfA (Agentur für Arbeit) gibt es den Virtuellen Arbeitsmarkt. Kann ich nichts empfehlen. Es kamen nie Anfragen!
Auch durch XING könnt ihr an Jobs kommen, in dem ihr entsprechend sucht.
Nach meinen Kriterien sind dies die Art Bewerbungen “Sehr geehrte Damen und Herren, … alles Weitere entnehmen sie bitte dem Anhang” – also unterste Schublade von Serienbriefen.
Davon habe ich keine einzige herausgeschickt. Mir hatte die schlechte Statistik eines Bekannten genügt, der über 200 Blindbewerbungen verschickt hatte und gerade 2 Gespräche bekommen hatte.
Seid ihr nicht sicher, ob das Unternehmen leute sucht, dann fragt telefonisch kurz nach – das bringt euch schneller weiter! Spart enorm Zeit, Arbeit und falsche Hoffnungen!
Massen-Emails: Ihr sucht euch von interessanten Firmen die Email-Adressen heraus und schreibt dort hin eine Kurzbewerbung oder eurer ganzes Paket. Ich persönlich habe das nicht genutzt und würde es auch nicht empfehlen. Fragt lieber telefonisch nach, ob Stellen frei sind.
Mit Telefonbewerbung hatte ich in meiner Jobsuche keinen Erfolg.
In meiner Verzweifelung mehr freie Stellen zu finden, habe ich auch dies versucht. Ich habe mir bekannte, größere Unternehmen im Kreis ausgesucht und diese angerufen. Nach fast 30 Anrufen war mein Ergebnis: Keine einzige freie Stelle und gerade eine Firma interessierte sich für meine Unterlagen.
Erfolglos brach ich diese äußerst zeitintensive Form der Suche ab und konzentrierte mich auf den klassischen Weg.