Testbericht Risen Piranha Bytes – ich bin enttäuscht

Testbericht Risen Piranha Bytes – ich bin enttäuscht

Risen (Computerspiel) – Wikipedia

Risen ist ein Fantasy-Rollenspiel (Rollenspiele bei amazon.de) der deutschen Entwicklungsfirma Piranha Bytes, das am 2. Oktober 2009 erschienen ist und von Deep Silver (Spiele bei amazon.de) verlegt wird. Das Spiel wurde sowohl für den PC als auch für die Xbox 360 veröffentlicht.

Der Spieler landet als Schiffbrüchiger auf der Insel Faranga, auf der es zu seltsamen Ereignissen kommt. Ruinen tauchten aus dem Boden auf und bösartige Kreaturen durchstreifen die Wildnis. Der König schickt daher einen Inquisitor auf die Insel, der das Geschehen untersuchen und auf der Insel für Ordnung sorgen soll. Wegen dieser Ziele hat sich eine Gruppe von Widerstandskämpfern gebildet, die gegen die Inquisition vorgehen. Der Spieler wird nun vor die Wahl gestellt, auf welche Seite er sich stellen möchte.

Die Handlung ist in vier Kapitel unterteilt, welche durch Zwischensequenzen eingeleitet werden. Der Spieler hat die Möglichkeit sich verschiedenen Fraktionen anzuschließen und so den Zugang zu Lehrern für verschiedene Waffengattungen und sogar Magie zu erlangen.[6]

via Risen (Computerspiel) – Wikipedia.

Ich spiele jetzt seit ~25 h das Game und im Vergleich zu vielen anderen Rollenspielen  der PC-Geschichte bin ich extremst angepisst.

Ich habe Banditen jetz bis Anfang Akt 2 gespielt. Alleine bis dahin sind gut ~15 h vergangen.

Ich habe Ordenskrieger auch bis Anfang Akt 2 gespielt. Da waren fast 20 h vergangen.

Ich spiele zudem mit Lösung, weil mich die nervigen Quests nur noch ankotzen.

Risen macht es mir keinen Fun mehr.

Meine Favs der letzten Jahre sind z.B.

  • Gothic 1 – 2
  • knights of the old republic 1 + 2
  • Fallout 1 – 3
  • Diablo 1 – 2
  • Dark Sun (DOS Game)
  • Dungeon Siege 1 – 2
  • Mass Effect 1

Das sind so im grossen 3/4 der bekannten und besten RPGs / A ction RPGs der letzten PC-Jahre. Und die haben alle Fun gemacht.

Was pisst mich an Risen an

  • Kampfsystem der Gegner

Es gibt eigentlich nur 3 Gegner-Typen: Die einen Blocken immer und man muss umständlich um sie herumtanzen. Die anderen durchbrechen den eigenen Block. Und es gibt Gegner, die im Rudel angreifen. Eigentlich hat man nur ein Kampfgefummel.

Man kann auch nicht gescheit auf Gegner aufschalten. Das Treffen ist fummelig. In Gothic 1+2 konnte man schön auf den Gegner aufschalen und dann mit Blocken / Angreifen behakeln.

Fighting more than one enemy at a time is particularly aggravating, as they swarm from all sides, knocking lumps off your health bar while you flail and spin, wrestling with sluggish dodges, ineffectual parries and slippery viewpoints to line up a successful strike

  • Ständiger Underdog

Ich hab noch kein RPG erlebt, bei dem ich nach fast 20 h Spielzeug IMMER NOCH Stress gegen Anfangsgegner habe! Das kanns doch nich sein! Am Anfang rennt man vor Ratten weg, bei Level 10 ärgert man sich immer noch, dass Kleinstvieh die eigenen Blocks durch geht, oder es in Rudeln angreift.

This is a game that clearly knows its audience and knows they won’t care that it takes tens of hours until your character can actually use any of the more interesting skills or magic (and there is some good stuff in there).

Heisst soviel: Bis man was kann, was Spass macht, vergehen Stunden langweiligen Gameplays!

  • Dämliche Quests

Ja, das game wird ~10 h so extremst künstlich in die Länge gestreckt. Selbst MIT LÖSUNG brauch ich bei 2 /3 Fraktionen ca 10-12 h bis ich in Akt 2 kam. Ich denke, ohne Lösung steht man da mit 20 h Spielzeit da. Man macht nix anderes, als geh zu dem, Hol das, aber das kann noch nicht gemacht werden, da davor dies gemacht werden muss und zum abschluss aber das noch nicht so weit ist… Eigentlich muss man pro Lager ~20-30 Leute anlabern, deren Quests machen, die zum grossteil zu komplex, kompliziert sind. Macht kein Spass. Es ist öde und hat kein Feeling

  • Grafikengine

Stellenweise starkes Ruckeln. Die NPCs sehen wie Klon-Armeen aus, extremst hässlich. Das kanns doch im Jahr 2009 und DX10 nicht mehr sein.

  • Überstarke Gegner

die im Akt 2 die ganze (!) Insel, und alle Wege belagern. Huch! Bin ich im Akt 2, kann ich nicht mal ohne 5 x Sterben vom Banditenlager zur Hafenstadt laufen.

  • Savegame-Chaos.

Alle 2 Minuten speichern, da hinter jeden Ecke der Tod lauert

  • Quests zeigen einem keinen Ansprechpartner oder Orte richtig.

Das endet damit, dass man irgendwann, würde man ohne Lösung spielen, nur noch wahllos leute anlabern muss.. Von anderen RPGs / MMORPG kennt man es ja so, dass man nen Quest bekommt, man angezeigt bekommt, WO man hinlaufen und was man machen muss. Risen macht das nicht. Soviel dazu: “Treibt Schutzgeld ein” – muss man erst mal alles absuchen, WER denn noch Schutzgeld zahlen muss.

  • Charakter-System

Einfach nur scheisse. Man levelt extremst langsam auf. Man bekommt extrem wenige Punkte, man benötigt aber entsprechend skills, um überhaupt einfache Gegner besiegen zu können…

  • Waffen-Klassen

Äxte sind wegen der Langsamkeit und ohne Schild zum effektiven Blocken (man kann ohne Schild nicht  gegen alle Gegner  blocken!) erst ab Level 6 zu gebrauchen. Die sind aber soooooooo lahm, und nicht viel stärker als Schwerter. Oder anders: Um mit Äxten halbwegs kämpfen zu können, muss man alle Lernpunkte für T alente aufsparen, ist dann aber schon in Akt 2 und hat nicht genug Stärke um Gegner umzuhauen. Zudem schlagen Gegner schneller zu als man selbst.

Stäbe sind ok – aber auch hier: Die meisten Gegner bekämpft man im engen Zweikampf. Stäbe sind hier auch zu lahm, und der Reichweitenvorteil bringt nix.

Schwerter und Fernwaffen (Magie, Bögen, Armbrust) sind wirklich das einzige, das was taugt.

  • Dauerlaufen

Die Laufwege sind zu lang. in Akt 2 gibts zwar teleporter. Doch die hat man nicht immer da, wo man hin muss und muss so wieder durch Gegner-Horden laufen, die für einen zu stark sind.

  • Öde Story und zu stark in den medien Gehypt.

Die Story ist langweilig und schnell erzählt. Und in den Medien wurde das Spiel einfach überbewertet.

  • Extreme Goldnot / kaum Items

Alles gibts nur gegen hohen Geldeinsatz: Skill, Stats, Items. Woher nehmen wenn nicht stehlen? Hat man echt zu wenig Geld um sich gescheite Waffen oder skills zu kaufen.

Ein englischer Test beschreibt es genau:

And yet you actually have to pay to learn any actual new skills, requiring you to grind for money as well.

  • Clipping-Bugs

Manchmal läuft man durch eine Tür und steht auf dem Da ch vom Haus, oder kann manche Durchgänge nicht durchlaufen, da man beim Durchlaufen woanders “hinteleportiert” wird. Kacke ist das!

  • Quests belohnen einen kaum

Wozu questen, wenn ich ~ 200 XPs bekommen? Da kann ich 5 Ratten töten und komm aufs gleiche raus – das geht a ber innerhalb 2 Minuten. Pro Quests häng ich aber 10-30 min?

  • Auf Easy selbst zu schwer

Das kanns doch nett sein. Da steh ich in Akt 2 vor so nem Echsentypen. Ich bin L9, Axt auf L6, ~40 Kraft und werd von Gegner, die mal so auf den Wegen rumwuseln weggefekt.

Fazit

Zu langweilige Quests, zu umständliches Kampfsystem, schlechtes Balancing der Waffen, schlechtes Skillsystem, zu lange Underdog-Gefühl, lange Laufwege, extram lanweiliger langsamer Levelaufstieg. Echt nur was für harte Fans der Serie, die auch Bug Gothic 3 nicht abschrecken konnte.

70% Spielspass? Vielleicht. Ich geh jetzt cheaten. Mich nervts.

Es gibt wirklich besseres im RPG Sektor.

Links zu anderen Bewertungen

Risen bei amazon.de

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6 Responses to Testbericht Risen Piranha Bytes – ich bin enttäuscht

  1. jANNick says:

    Du bist ein X, Rollenspiele sind Rollenspiele weil es eben nicht Cs headshotstyle ist.
    Wen du bei Quests alles vorgekaut bekommst dan brauchste es auch net spielen, ich spiele es mit Begeisterung weil man selbst mal denken muss, Gegner jeglicher art haue ich im Zweikampf locker um man muss nur nachdenken und mit Taktik kämpfen du elender XX

    (Zensiert von mir.)

  2. Moepster says:

    Also in 2 Punkten kann ich dir zustimmen: Die Echsengegner sind wirklich verdammt stark am anfang von kap 2 (ich spiel auf normal)

    Und dass Viele Characktere das selbe characktermodell haben ich hoffe da kommt mal ne mod für raus.

    Ruckeln tuts bei mir auch manchmal, was aber wahrscheinlich an meiner grafikkarte liegt und daran dass ich trotzdem alles auf max hab.
    Torports hat ich nie bisher und ich bin jetzt in kap 4
    Gut zieht sich ein wenig. Ich habe es in 12 std zum don reingeschafft OHNE Guides! Die verwende ich jetzt nur um alle ogerwurzeln zu bekommen, da hab ich kein bock die map abzusuchen nach (wegen max str).
    Und wenn man den NPCs zuhört, dann findet man meistens die Quest auch und das mit schutzgeld kassieren mein gott, schau auf den zettel da stehn die Namen…
    Goldknappheit, ja mag sein dass man Gold nicht so üppig hat wie man gerne möchte, aber dann muss man halt kucken was man macht.
    Monsterkloppen, naja ich hab in Gothic damals schon zig tausendmal gespeichert und die gegner sind halt anspruchsvoll, wenn dir das zu schwer ist spiel halt the great adventure of Hello Kitty und nicht Risen.
    Und mit intelligentem Blocken und gezielten schlägen kannst du einiges erreichen.
    Zur Story, ja gut nicht die alleroriginellste, aber sind wir mal ehrlich, das war in Gothic eig nicht viel anders… mit dem Sackreisprinzipg (irgendein bösewicht hat einen sack reis umgekippt und du darfst ihn wieder aufstellen)
    in Gothic wurdeste halt ohne alles in die Minenkolonie geschmissen, und musstest dich zum don hochkämpfen, jetz wirste halt auf eine insel geschwemmt…
    Risen ist ein Game dass mich mal wieder 12 Std am stück beschäftigt hat und völlig die Zeit vergessen lassen hat, das schaffen nicht Viele Spiele, ich finde im Prinzip ist es ein grafisch verbessertes Gothic, wenn da nicht die ähnlich aussehenden Characktermodelle wären würde ich ihm eine 90-95% Wertung geben.

  3. BadBrad says:

    Ich weiss ja nicht ob du dasselbe Spiel spielst wie ich aber bei dieser “Kritik” da muss ich lachen.
    Wenn du Gegner die im Rudel kommen auf offenem Feld bekämpfen willst darfst du dich nicht wundern wenns ein Gewusel wird vielleicht solltest du mal 300 gucken da lernste was.

    Wenn das Spiel für dich auf easy zu schwierig ist solltest du wirklich besser the great adventure of hello kitty spielen
    Ich spiel das Spiel auf hart, die Gegner sind schwierig, ja, das Spiel ist halt für Leute die die nötige Geduld und Reflexe für das Blocken/Angreifen mitbringen. Häufiges Speichern ist da notwendig, ja, aber das ist eine Sache von 3 Sekunden.

    Was Grafik und Bugs angeht kann man sich find ich nicht beschweren, einzig das Hüpfen ist manchmal ein wenig seltsam.

    Ich glaub, die Art des Spiels ist schlicht einfach nichts für dich.

  4. Mooltipass says:

    Hallo,

    also ich finde Risen im Großen und Ganzen gut gelungen.

    Das erste mal Spielte ich es für die Banditen und ging auch direkt vor der Hafenstadt ins Banditenlager.
    NAch nichtmal 9 Stunden Spielzeit hielt ich die Jägerrüstung in meinen Händen (ohne Guides auf Normal)
    Die Welt zog mich vor allem Bis Kapitel 3 in seinen Bann, dann jedoch wurde es etwas Öde. Von der Tollen Landschaft 50% der Zeit in unübersichtlichen Dungeons irgendwelche Schalterrätseln zu lösen ist nicht mein Fall, vor allem wenn es wirklich manchmal so ist dass man um ne Ecke läuft und ZACKBUMM man ist Matsch oder Aufgespießt weil mal die Lichtkugel zu langsam hinterher schwebt…

    Was ich noch kritisiere ist diese elende Itemarmut… Da knacke ich die Längsten Schlosskombinationen und bekomme 50 Gold und eine abgef…te Nautilus Schriftrolle in Kapitel 4.. ich meine WTF? wo sind die Tollen Amulette und Waffen? In dem Spiel ist mir aufgefallen das es Egal ist mit welchen Waffen man spielt… Obs nun Sturmwind oder Titanschwinge ist, dass bleibt sich Pille Palle weil die gegner so oder so 4 Hits Brauchen (Eliteechsenkrieger aufgeladene Schläge)

    Bei 200 Str und Sturmwind brauchst halt 4 Hits und bei der Titanenaxt auch…

    naja Story is nichtmal mehr lauwarm zum Schluss und diese Ewigen Dungeonrennereien Nerven mich extrem… vor allem weil man da auch noch überall 2 mal Reingimpen muss…

    Naja Ultimativ Super Spielerlebnis bis Ende Kapitel 2 und dann wirds von Heißen Pommes zu 2 Tage alten Pommes beim Endboss… und ein Endvideo fehlt mir auch…

  5. Timmy says:

    Endlich! Ein Review, das mir voll und ganz aus der Seele spricht. Von Risen bin ich nur eines: Enttäuscht.

  6. ElClowno says:

    Das klingt nach einem Review geschrieben ohne mal ne Nacht drüber geschlafen zu haben. Allerdings muss ich dir bei ein paar Punkten zustimmen. Das Kampfssystem ist in der Tat für den Po, das Gothic 2 schon besser. Auch das langsame Leveln und die ständige Geldknappheit nerven. Nicht zu vergessen das ständige Laufen. Wie schwer kann es sein für den Spieler sinnvolle Teleportpunkte zu setzen?

    Wo du allerdings nicht recht hast ist die Gegnerstärke. Ja, die Gegner sind stark und durchdringen die Verteidigung sehr leicht. Auch Rudelbildung ist sehr beliebt. Aber das ist was Gothic schon immer ausmachte. Die Laufwege der Welt sind nur beschränkt durch die eigenen Fähigkeiten. Du kannst überall hingehen wenn du die Gegner dort besiegen oder umgehen kannst. Auch die Gegnerstärke ist relativ. Investiere Punkte in Bogen oder Armbrust, alles an kleineren Gegnern (Ratten, Geier, selbst Aschebestien oder Skelette) stellt dann kein Problem mehr dar. Nimm dir Gegner einzeln vor. Wenn eine Gruppe von Echsenmenschen lauert dann beschieß sie mit dem Bogen und renn dann weg. Rinse and repeat. Ich halte dieses System für weit realistischer als den Uber-Zauber +5000 auszupacken und alles platt zu machen.

    Was mich in noch ziemlich stört an Risen ist das Fehlen von Orten die nicht Story-relevant sind. Erforschen lohnt sich einfach nicht weil man jeden Ort durch ein Main-Quest eh aufsuchen muss. Das konnte Gothic 2 schon besser. Weiterhin misfällt mir, dass ein keine wirklichen Freunde zu geben scheint. Man erledigt nur Handlangerarbeiten für jederman, aber irgendwie freut sich über das Ergebnis oder die Rettung vor einer kleinen Armee. Händler die ihre Waren dann billiger anbieten oder vielleicht ein Tränkebrauer der immer mal ein paar Tränke über hat, sowas fehlt irgendwie.

    Fertig :)