VMware Server 2 – der größte Fehler – Verschlimmbesserung ^2

Entschuldigt den Ausdruck. Aber mich ärgert diese 2. Verschlimmbesserung von VMware Server 2!

VMware – Wikipedia

Im Bereich der Softwareentwicklung erleichtern virtuelle Maschine den Entwicklungsprozess, da verschiedene Instanzen gleichzeitig parallel laufen können. Damit können verschiedene Entwicklungs-Stände bequem getestet werden. Durch Snapshots können Wiederanlaufpunkte gesichert werden, zu denen wieder zurückgekehrt werden kann. Die Installationen werden als Image-Dateien abgelegt und können damit über eine Netzwerkanbindung verschiedenen Entwicklern mit gleichem Stand zur Verfügung gestellt werden.

Da sich mit VMware auch ältere Betriebssysteme in aktuelle Systeme einbinden lassen, kann ältere Software in der Emulation uneingeschränkt genutzt werden, solange keine problematischen Hardwarezugriffe auftreten (wie z. B. in einigen Grafikanwendungen).

VMware (Bücher bei amazon.de) kann auch als Brücke von Windows zu Linux oder Mac OS X dienen, da sich jedes beliebige Windows-Betriebssystem in alle gängigen Linux-Varianten und Mac OS X einbinden lässt. Somit können sämtliche Windows-Programme unter diesen Betriebssystemen eingesetzt werden, ohne dass zwei Betriebssysteme parallel auf unterschiedlichen Festplattenpartitionen installiert werden müssen. Das virtualisierte Windows-Betriebssystem kann einfach als „Fenster“ innerhalb des Host-Betriebssystems aufgerufen werden, während man zugleich auf dem anderen Betriebssystem weiterarbeitet. Natürlich lassen sich auch umgekehrt Linux und andere Betriebssysteme, aber nicht Mac OS X, in die Windows-Umgebung integrieren.

via VMware – Wikipedia.

Update 2011

Ich nutze jetzt nur noch VirtualBox – kann alles, genauso, einfach zu bedienen, bessere Performance, keine seltsame GUI.

VMware Server 2.0 ist Müll

VMware nutze ich schon seit mehreren Jahren. Als Workstation aufd er Arbeit und als kostenlose Server Variante daheim. Aber die Version 2 ist einfach nur Müll.

Ich dachte zuerst, klasse: Ein neues Update – warum nicht? Doch jetzt fliegt der Schiss runter. Ich habs satt, dass Entwickler Software auf den Markt bringen, die 5 Dinge richtig und 50 Dinge neu und falsch machen. Das könnte man auch Vista-Effekt nennen: Bring was neues, mach nichts besser, vieles schlechter und steck ein paar Features rein.

Was ist Müll an VMware 2.0

  • Installation dauert merklich länger und installiert mehr auf der Festplatte. Es werden einige hundert MB mehr an “Junk” installiert, gemessen ca 500 MByte mehr Schrott.
  • Lokaler Webserver Tomcat wird installiert. Wozu brauch ich nen Webserver auf meinem PC? Wieder eine neue Sicherheitslücke mehr?
  • VMware Administration geht nur über Web-Oberfläche. Mag das klicki-bunti schön sein und im Web.2.0 – Alter reinpassen – es fehlen elemantere Dinge: Kontext-Menüs, Rechts-Klick, anpassbare Menüs, usw.. Kurz: Die Arbeitsergonomie hat sich verschlechtert.
  • Anmelden geht nur mittels lokalem Administrator-Passwort. In VMware 1.0 habe ich einfach nur “Connect to local” angewählt und war drin. Jetzt muss ich mich jedesmal an meinem EIGENEN PC anmelden und FireFox kann sich irgendwie das Kennwort nicht merken.
  • Neue Oberfläche. Die neue Oberfläche ist gewöhnungsbedürftig. Alles benötigt mehr Schritte als vorher. Klar – jetzt wo es keine Kontextmenüs gibt, muss halt alles mit mehr Klicks und mehr Links erreicht werden. Doppelklick gibts nicht mehr.. Man arbeitet seit Jahren mit ner Software, kennt die Kniffe und soll jetzt nochmal alles neu lernen, OHNE einen Vorteil zu haben.
  • Remtoe Console Plugin für Firefox. Es muss ein Admin-Tool im Browser installiert werden, damit ihr überhaupt die VMs starten könnt.
  • Windows 7 Beta funktioniert nicht richtig. Es hängt bei fast jeder Aktion.
  • Pfadangaben müssen erst als Datastores aktiviert werden. Das ist in etwa so: Ihr habt auf D:\VMware eure VMs oder wollt die da speichern. Ihr müsst zuerst im Web-Tool eine Verknüpfung anlegen auf diesen Ordner. Nur unterhalb dieses Ordners findet der Server die VMwares. Einfach wie zu 1.x Zeiten anklicken und go gibt es nicht mehr. Wer kommt auf so einen SCHROTT? In 1.x hat man mit Browse einfach ausgewählt.. Und jetzt muss ich nen Data Store anlegen?? Quatsch.
  • VMs im Viewer poppen aus dem Browser. Nicht tragisch, aber auch hier wieder Bedienkomfort schlechter. In 1.x konnte man schnell mit Registern blättern. Jetzt habt ihr pro VM ein rauspoppendes Fenster.
  • Netzwerkkarte wird unter Windows XP nicht erkannt. Heute wollte ich XPSP3 in einer VM installieren. Ich hab die Netzwerkkarte selbst mit VMware Tools nicht zum laufen bekommen. Ich kann ja wohl nicht der einzige sein, der das Problem hat -aber ich fand keine Lösung.
  • VMware 2.x VMs sind nicht kompatibel zu VMware 1.0
  • SCSI statt IDE Laufwerke unter XP Standarmässig. Wer kam auf so nen Schwachsinn? Erstelle ich eine VMware für XP wird bei der Installation keine HDD erkannt. So muss ich erst von IDE auf SCSI umstellen. In 1.x war (richtig!) IDE voreingestellt.
  • Überladenes Admin-Tool. Auch natürlich hier wieder.. Durch mangelnde Rechtsklick/Kontext-Funktionen muss alles mit unübersichtlichen Links und Dropdown oder Popup-Menüs dargestellt werden. Das Admin-Tool wirkt somit unübersichtlich, überladen und viele Funktionen verstecken sich hinter unzähligen Tabs.

Fazit

VMware Server 2.0 ist ein pure Verschlimmbesserung geworden in der Bedienung von Admin-Tool und VMs. Finger weg.

Was ist gut in VMware 2.0

  • USB2.0.
  • Sonst ist mir nix aufgefallen.
  • Der De-Installer funktioniert zu 99% sauber.

Ich geh zurück zu VMware 1.x

Empfehlenswerte Bücher zu VMware

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8 Responses to VMware Server 2 – der größte Fehler – Verschlimmbesserung ^2

  1. stas says:

    Hallo zusammen.
    Ich kann mich den Kommentaren anschließen. In meiner Naivität habe ich nach irgendeiner neuen Verknüpfung zum Starten von VMserver 2 gesucht… Keine gefunden… Wie soll ein einfacher User wie ich darauf kommen, dass eine lokale VM per WEB Anwendung verwaltet wird?! Wieso muss alles immer schlimmer/komplizierter werden?! Ich gehe wieder auf Version 1.x zurück. Vielen dank VMware!!!

    • admin says:

      Wie man sieht, ist die neue Version wirklich bei vielen Usern schlecht angekommen. Ich haette mir gewünscht, die Neuerungen der Version 2 jedoch mit der Oberfläche der Version 1 zu bekommen..

  2. Toddi says:

    Die Hälfte eurer Probleme könnt ihr mit folgendem Download beheben https://Vmware-Server-IP:8333/client/VMware-viclient.exe. Da findet ihr den VMware Infrastructure Client, den ihr lokal installieren könnt. Soweit ich weiß ist diese Datei aber nur bei den Linux Versionen dabei. Ob es sie einzeln als Download gibt, kann ich auch nicht sagen.
    Ich bin sicher, dass sich eure Meinung durch den VMware Infrastructure Client zum positiven wendet. Ich finde die 2er Version jedenfalls wesentlich besser.

    Gruß
    Toddi

  3. Der Fux says:

    Der Artikel spricht mir aus der Seele. PS: bin grad bei Deinstallieren.
    Die Softwareentwickler von heute können(müssen) nur noch so einen scheiss klicki klacki bunti Müll programmieren. Frag mich jetzt nur, ob bald auch die ESX Versionen oder VirtualCenter so eine beschissene Oberfläche kriegen werden… Ich hoffe nicht!

  4. ichwars says:

    Ich kann mich dem nur Anschließen. Nach super guten Erfahrungen mit dem Server 1.x.x. unter Windows und Linux ist die Version 2.x von der Performance eine KOMPLETTE KATASTROPHE. Zum schon vorhanden Tomcat einen Weiter Installiert. Ewig dauerde Service im Hintergrund. Wenn ich das Produckte nicht schon vor der Version 2.x Kennen gelernte hätte und dies Klasse fand, in dieser Version würde ich es dann keinem Kunden und auch den größen Server keinem Kunden mehr empfehlen.

    VMWare Server 2.0 zusammen mit Windows Vista kurz Siesta oder auch die Sanduhr genannt ist und das muss ich nach 13 Jahren arbeit mit Dos und Windows sagen, ein system das man nur als absolut unproduktiv bezeichen kann. Ein einziges Performance Desaster.

    PS: Nach VMWarer Server kann man selbtverständlich n i c h t wieder downgraden Error 1713 und und .. wäre ja auch zu schön.

    Und das schei.. Linux zerschmeist den VMWare Server bei jedem Update die VMWare installation. Also auch keine Besserung zumindes nicht wenn man nicht 24h vor dem Compi sitzt und irgendwelche any-any Updates installiert, oder wie ich, einfach nur ein lauffähige System haben will.

    Dieter

  5. Jens says:

    >Die Hälfte eurer Probleme könnt ihr mit folgendem Download beheben
    >https://Vmware-Server-IP:8333/client/VMware-viclient.exe.
    >Da findet ihr den VMware Infrastructure Client, den ihr lokal installieren könnt.
    Die Datei gibt es auch bei der Windoof Installation, nur wie soll man darauf kommen -.-

    Danke für den Tipp, ich wollte den ganzen Mist gerade schon wieder runterschmeißen (nachdem ich seit Jahren mit VMware Server gearbeitet habe).
    Das Webinterface ist vielleicht für kurzes Ändern von Einstellungen sinnvoll, für die Verwaltung von xx virtuellen Maschienen aber nur Mist.

    kleiner Tipp am Rande: Bei der Eingabe des Hosts unter dem IS Client muss die Portangabe mittels :8333 angehängt werden.

  6. Pingback: Tutorial: VMWare Server installieren | SteviesWebsite Blog

  7. botti says:

    >Die Hälfte eurer Probleme könnt ihr mit folgendem Download beheben
    >

    https://Vmware-Server-IP:8333/client/VMware-viclient.exe.

    >Da findet ihr den VMware Infrastructure Client, den ihr lokal installieren könnt.

    Leider ist das Teil aus 2.0.1-156745 vom 31.03.09 wieder verschwunden. War wohl eher ein Versehen, dass es bei 2.0.0 mitgeliefert wurde.
    Dumm nur, dass es beim Update (ich hab die 2.0.1 über die 2.0.0 drübergebügelt) verlustig geht. Da ich mir die exe nicht gesichert habe, habe ich mir den Wolf gesucht und im tar-file der Linux-Version 2.0.0 gefunden (in der 2.0.1 Version für Linux ist es auch raus).

    In der 2.0.0 findet man im folgenden Pfad findet man die VMware-viclient.exe:
    /vmware-server-distrib/lib/hostd/docroot/client